Hypnose im Klassenzimmer

Bild: Shilouette Schüler, Lehrer, "Leben"

Der Begriff „Hypnose“ weckt unterschiedlichste Assoziationen. Wer schon eigene Erfahrungen damit machen konnte, weiß, daß es damit nichts Magisches auf sich hat – naja, manchmal vielleicht schon ein wenig… Wir werden dieses Konzept hier etwas genauer unter die Lupe nehmen um zu sehen, ob sich dabei für Lehrerinnen und Lehrer bedeutsame Erkenntnisse zeigen.

Zuerst einmal müssen wir vorausschicken, dass man mit Hypnose verschiedene Dinge bezeichnen kann. Einmal meint man damit einen bestimmten Trancezustand, ein andermal spricht man von der Methode, unter welcher eine Anzahl von Techniken und Werkzeugen zusammengefasst werden.

Entspannung führt zu einer Verlangsamung der Hirnaktivität und damit in die Trance.

Ein wesentlicher Aspekt der hypnotischen Trance ist die Entspannung. Erwachsene Menschen können über die Entspannung in einen Trancezustand gelangen. Dabei beruhigt sich die Aktivität des Gehirns, und dessen Arbeitstakt verlangsamt sich.Der richtige Zustand

Gelegentlich bekunden Erwachsene, die im Alltag sehr stark im rationalen, analytischen und verstandesmäßigen Denken verhaftet sind, etwas Mühe damit. Ihr Gehirn funktioniert vorwiegend im roten (Beta-) Bereich.

Solchen Menschen fällt es auch schwer, sich zu erinnern wie es war, als man selbst noch ein Kind war. Denn Kinderhirne schwingen anders, und zwar entwicklungsbedingt. Ich möchte an dieser Stelle nicht näher darauf eingehen. Im Buch „PosiTeach – Die Vision des Gelingens“ finden Sie mehr Fakten, Erklärungen und Quellenangaben. Man kann dazu sagen, daß sich Kinder während der ersten rund zwölf Lebensjahre in einer Art Entwicklungstrance befinden.

Die Arbeit eines Hypnotiseurs

Ist der Arbeitstakt des Gehirns einmal genügend verlangsamt, schreitet der Hypnotiseur zur zielführenden Arbeit weiter. Hierbei lassen sich zwei mögliche Wege unterscheiden. Man kann suggestiv oder aufdeckendarbeiten (oder die beiden Wege kombinieren).

Unser Interesse gilt hier den Suggestionen. Darunter verstehen wir Formulierungen, die im Auftrag des Klienten als eine Form der aktiven Einflussnahme dessen Unterbewußtsein neu programmieren sollen. Ein guter Hypnotiseur orientiert sich dabei stets am erklärten Ziel seines Auftraggebers. Er formuliert die Suggestionen achtsam, denn er kennt die Macht der Worte. Und er beachtet auch die charakteristische Redeweise seines Klienten, denn es ist bekanntlich der Empfänger, der die Botschaft macht, und nicht der Sender.

Für den Klienten ist der Hypnotiseur eine anerkannte und akzeptierte Autorität. Das ist eine wichtige Voraussetzung dafür, daß die Suggestionen eine Wirkung entfalten können. Ich gehe in einem anderen Artikel noch genauer darauf ein. Doch genau hier sehen wir den einfachen Mechanismus, wie Suggestionen ihre Wirkung entfalten: Der Empfänger glaubt sie. Dies wirft ein Schlaglicht auf das Maß an Verantwortung, welche eine Autorität trägt. Hypnose ist also gar keine Zauberei, sondern eine sehr gewöhnliche und ganz alltägliche Sache.

Hypnotiseure im Klassenzimmer: Lehrerinnen und Lehrer sind anerkannte Autoritäten.

 

Auch Lehrerinnen und Lehrer sind für ihre Schüler anerkannte und akzeptierte Autoritäten. Und da sich deren Schüler über viele Jahre in einer vollkommen natürlichen Entwicklungstrance befinden, sind Lehrpersonen unwissentlich und ungewollt auch Hypnotiseure. Diese Folgerung mag Sie überraschen, doch sie ist gut begründet.

Das Buch „PosiTeach – Die Vision des Gelingens“ bringt hier Licht ins Dunkel. Es bietet Lehrerinnen und Lehrer wertvolles Wissen an, welches nicht nur für den Erfolg ihrer Arbeit entscheidend sein kann. Denn als Hypnotieseure tragen Lehrpersonen zwar eine große Verantwortung, doch gleichzeitig liegt vor ihnen Tag für Tag auch ein enormes Potential offen. Ein unermesslich reiches Potential, welches mit Leichtigkeit gewinnbringend zur Entfaltung gebracht werden kann. Und das meine ich jetzt nicht in einem eigennützigen Sinn, wie Sie in meinem Buch nachlesen können, sondern ein einem stärkenden, befreienden Sinn.

Hypnoseausbildung

Während ihrer Ausbildung lernen Hypnotiseure unterschiedliche Techniken und Verfahren theoretischkennen. Sie üben sich darin, diese sicher und effizient praktisch anzuwenden. Sie lernen auch, ruhig und sicher mit unerwarteten Reaktionen umzugehen und kommen dabei nicht umhin, die enorme Kraft des Wortes anzuerkennen.

Während ihrer Ausbildung bewegen sich angehende Hypnotiseure in einem geschützten Rahmen. Erfahrene Ausbildner können im Bedarfsfall jederzeit korrigierend intervenieren. Das ist wesentlich, wenn die Entwicklung von Sicherheit durch praktische Erfahrung an oberster Stelle steht. Die unmittelbare, konstruktive Rückmeldung unterstützt diesen Lernprozess.

Ein wesentliches Element, das stets im Auge behalten wird, ist der „Rapport„. Damit bezeichnet man die Verbindung zwischen Hypnotiseur und Hypnotisand. Vermag der Hypnotiseur den Rapport nicht aufrecht zu halten, so verliert er auch den „Draht“ zum Klienten.

Lehrerbildung

Lehrerinnen und Lehrer studieren viel Theorie: Pädagogik, Didaktik, Methodik, Lernpsychologie, pädagogische Psychologie, und vieles mehr beherrscht ihre Stundenpläne. Es geht schließlich darum, ihnen mit Hilfe des etablierten, akademischen Verständnisses von Wissenschaftlichkeit ein Gefühl für die Ernsthaftigkeit des Lehrerberufs zu vermitteln. Die Praxis kommt dabei oft zu kurz, und für die kritische Reflektion mit konstruktiver Kritik oder für unmittelbares, konkretes Feedback fehlt es ebenfalls vielfach an Zeit und Gelegenheit.

So kommt es nicht selten dazu, daß sich Studienabgänger auf einem akademisch hochstehenden Niveau ausdrücken können. Und dabei über die Köpfe ihrer Schüler hinweg, und an ihren Herzen vorbei reden. In solchen Momenten kann es geschehen, dass die beiden Systeme auseinander zu driften beginnen, und Lehrer und Schüler ihre Verbindung verlieren.

Vor allem wenn Lehrerinnen und Lehrer im Alltag unter Druck stehen (und das ist ja eher die Regel als die Ausnahme), kommt es leicht zu verbalen Ausrutschern. Ich denke, Sie verstehen, was ich damit meine. Diese Ausrutscher sind nicht ohne. Tatsächlich stellen sie ein reales Problem dar, und wir sollten hier wirklich sehr genau hinschauen.

Das tun wir, jedoch nicht um zu verurteilen, sondern um zu verstehen. Denn nur das profunde Verständnisbietet eine solide Grundlage, um sich für einen anderen Weg entscheiden zu können. „PosiTeach – Die Vision des Gelingens“ zeigt auf, wie das konkret aussehen und wohin das führen kann.

Es braucht oft sehr viel Energie, Achtsamkeit und Geduld, um verirrte Entwicklung zu korrigieren. Doch genau diese Ressourcen stehen einem im Alltag ja eher knapp zur Verfügung. Dennoch liegt es im Verantwortungsbereich der Lehrperson, den „Kahn“ jederzeit und unter allen Umständen sicher auf Kurs zu halten.
Doch hatte man während seiner Ausbildung je etwas davon gehört oder gar konkret gelernt, wie das zu bewerkstelligen sei? Leider Fehlanzeige.

Vorbeugen ist besser als heilen, besagt eine Binsenweisheit. Doch wer ist sich heute schon bewußt, dass seine Bemerkungen eine nachhaltige Wirkung auf seine Schüler haben? Und wer mag anerkennen, dass man damit bleibende Spuren hinterlässt?

Man darf diese Spuren ruhig neutral verstehen. Denn Lehrerworte können sowohl zu Karrieren inspirieren wie diese vorzeitig beenden. Mit den richtigen Worten verleihen Sie Ihren Schülern – im Unterschied zu Energy Drinks – wirklich Flügel. Es liegt wirklich in Ihrer Hand, sich selbst und Ihren Schülern das Leben  zu erleichtern. Wenn Sie wissen möchten, wie das gehen kann, lassen Sie uns genauer hinschauen, auf welcher Ausgangslage Hypnotiseure arbeiten.

Somit ist es für Lehrerinnen und Lehrer also durchaus bedeutsam zu verstehen, was Hypnose ist, und wie und warum sie funktioniert. In „PosiTeach – Die Vision des Gelingens“ gehe ich ausführlich darauf ein. Denn Sie sollen wissen, wie Sie vieles einfacher werden lassen können. Und Sie sollen sich in die Lage versetzt sehen, Ihre Erkenntnisse im Handumdrehen in Ihren pädagogischen Alltag integrieren zu können.

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© 2016 by mljk – Ursprünglich gepostet auf: http://positeach.com/blog/hypnotiseure-im-klassenzimmer/
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